Sjannicoles Homepage

 

Lydia nach der Geburt auf der Neonatologie im KISPI Basel .                                                                                                                                Diese Seite gehört meiner Tochter LYDIA .

Ich bin unglaublich stolz auf sie!

 

Als ich im September 1996 meine SS bemerkte, war ich etwas über 20 Jahre jung.

Meine SS verlief bis zur 17. SSW problemlos. Dann bekam ich "wilde Wehen" (harter Bauch) Weil der FA das als "normal" befand, schickte er mich zum Nephrologen.( Da ich zu kleine Nieren habe, war ich nebst dem FA noch bei einem Nephrologen(Nierenspezialist) in Behandlung.)
Dieser bemerkte bei der Untersuchung,dass mein Blutdruck "etwas" zu hoch ist. (Er war in Wirklichkeit schwindelerregend hoch!!!)

Was macht man da? Genau, man verschreibt erstmal Tabletten! (Nachdem ich daheim die Packungsbeilage gelesen habe, wurde mir übel! Aber er ist ja der Arzt!)

Okay, das half nichts, ausser dass ich zum harten Bauch noch Angst um mein Baby bekam. Also haben sie mich in die Klinik eingewiesen. Die durfte ich nach einigen Tagen und vielen Vorwürfen von Seite ("Tun sie nicht so wehleidig," u.s.w.....!)der Aerzte wieder verlassen.
Ich war mitlerweile in der 25. SSW und meine kirchliche Hochzeit stand an. (Am Mittwoch verliess ich die Klinik, am Samstag, 5. April 1997, war Hochzeit!)
Selbst am Hochzeitstag bekam ich so starke Schmerzen, dass ich im Hochzeitskleid zum Arzt musste, die ganze Hochzeitsgesellschaft draussen im Car wartend!
Cool was?! Der Arzt lachte sich erstmal schlapp, denn eine Braut im Hochzeitskleid hatte er noch nie in Behandlung! (Meistens schlage sich der Bräutigam beim "in Ohnmacht fallen" den Kopf auf!)

Tja, so kämpfte ich mich durch den Tag und vom Essen hab ich nur die Suppe mitgekriegt, denn die restliche Zeit lag ich im Zimmer und krümmte mich vor Schmerzen oder schlief!

Am Montag war ich wieder beim FA und er röngte (!!!) mich. Es sei alles i.O. meinte er! Ich fragte ihn, was wäre, wenn mein Baby jetzt (26.SSW) schon auf die Welt käme!? Er meinte: "Es hätte eine geringe Lebenschance."

Tolle Aussichten!

Am nächsten Tag (Dienstag) ging es mir wieder so schlecht, dass ich schon wieder den Arzt anrief.
"Kommen Sie in die Klinik und nehmen sie gleich einige Sachen mit!" meinte er ziemlich genervt.

Irgendwie spürte ich, dass ich nun das letzte Mal als Schwangere in die Klinik fuhr.
Dort haben sie mir ne "Ernährungsberaterin" geschickt. (Sie hatten das Gefühl, ich esse daheim nicht richtig!)

Dann am Freitag kam es einer Hebamme das erste Mal in den Sinn, sie könnte doch mal einen Wehenmelder "montieren"! Nur, was nützt der, wenn sich der Arzt nicht dafür interessiert!? (Ich war für ihn immer noch die junge, wehleidige Erstgebärende, die sich anstellt!)

Eigentlich hätten sie mich am Sonntag wieder entlassen wollen, wäre da nicht die Nacht von Samstag auf Sonntag gewesen....! Da habe ich mich nämlich wieder gekrümmt vor Schmerzen und erst als ich mich übergeben musste, nahmen sie es ernst!
Am Sonntag dann, als die Hebamme den Wehenmelder kontrollierte, wechselte sie ihre Gesichtsfarbe von rosa auf bleich! Sie sagte nur, dass sie versuche, den FA zu erreichen. Da ich in einer Privatklinik, (ja, ja die ach so tolle Hirslandenklinik in Aarau !!!)  war, konnte sie nicht einfach einen anderen Arzt rufen! Nach unzähligen vergeblichen Versuchen, bemühte er seinen Arsch (sorry!) dann doch mal zu mir!

Dann ging alles extrem schnell.... Er eröffnete mir, dass sie einen Platz in einer anderen Klinik suchen müssten, da sie nicht ausgerüstet seien für solche Fälle!
So verlegten sie mich mit der Rettung nach Basel in die UFK.

Auf der Fahrt dorthin gestand mir die Hebamme, sie hätte schon lange gesehen, dass ich schwer krank sei und dass jedesmal, wenn ich Wehen hatte, die Herztöne des Babys rapide sanken! Sie durfte jedoch nichts ohne das Beisein des Arztes sagen!

Dann in Basel entschieden die Aerzte, dass das Baby SOFORT raus müsse, denn ich hatte eine Schwangerschaftsvergiftung höchsten Grades (Präeklampsie(HELLP- Syndrom) und sie bereiteten meinen Mann auf das Schlimmste vor, denn es bestand akute Lebensgefahr für mich wie auch für das Baby !

So kam meine Tochter Lydia am 13. April 1997 um 19.14 Uhr unter Vollnarkose per KS zur Welt! Genau 8 Tage nach meiner Hochzeit!

Sie wog 650g und war 33cm klein!

Ihre Lungenflügel waren noch total zu, da man es ja verpasst hatte mir Lungenreife zu spritzen! (Ich habe ja nach Meinung der Aerzte immer nur simuliert!)

Ich konnte mein Kind erst nach 5 (!) Tagen das erste Mal sehen, denn ich war 3 Tage auf der Intensiv und in Basel war damals das Frauen- und das Kinderspital 10 Minuten mit dem Auto voneinander entfernt!
Stellt Euch das mal vor!
Ich musste nach 5 Tagen mit einer Krankenschwester im Taxi (!!!) ins Kispi fahren!

Und dort lag sie: Vor lauter Schläuchen sah man sie fast nicht!
Ich konnte nicht glauben, dass das mein Kind sein soll!
Ja, ich hab erst geglaubt, sie hätten mir ein Kind von einer anderen Frau, die bei der Geburt starb, hingelegt! Solche wirren Gedanken schwirrten mir durch den Kopf!

Die Intubation mussten sie durch den Mund machen, da selbst der kleinste Schlauch nicht durch ihre Nase gepasst hätte!
Wenn sich der Brustkorb nicht gehoben und gesenkt hätte, hätte ich geglaubt, sie sei tot!
Als ich sie durch die Oeffnung in der Isolette streicheln durfte, ging ein unbeschreibliches Gefühl (wie ein warmer, angenehmer Blitz!) durch mich durch und von da an wusste ich: DAS ist mein Kind und für das werde ich kämpfen!

Mein Tag bestand aus Milch abpumpen, (die sie Lydia Mililiterweise (2ml/h!!!) sondierten! Ich hatte in Spitzenzeiten über 3 Liter Milch am Tag!!!), auf meinen Mann warten, damit wir nach seiner Arbeit nach Basel fahren konnten (ein Weg = 1h Fahrt!) und immer wieder hoffen und beten! (Spätestens dann fängt man an, an Gott oder irgendwas Ueberirdisches zu glauben!)

Nach 3 1/2 Monaten als sie eigentlich "Termin" hatte war sie so stabil, dass wir sie gerne nach Hause nehmen wollten. 

Doch auch das blieb uns vergönnt! Lydia bekam eine Lungenentzündung und musste wieder intubiert werden! Erneute Lebensgefahr und wieder endlose Stunden in Hoffen und Bangen!

Dann endlich, endlich , nach 5 (!!!)endlosen Monaten durfte sie am 29. August 1997 nach Hause!

Darauf brach ich zusammen und es folgten viele Stunden bei der Psychologin und später beim Psychiater. Dabei ging meine 1. Ehe zu Bruch.

Lydia hat inzwischen 6 Ohrenoperationen (Tumor) hinter sich.
Ausserdem muss sie eine Brille und ein Hörgerät tragen und sie hat 6-8 Monate Entwicklungsrückstand.       

  

   

Ihr grösster Traum: Ein eigenes Pferd!  

       

Lydia und ihr Gotti: Ein absolutes Dreamteam!         

 

13. April 2007  

 

10 JAHRE LYDIA      

 

Nun ist die winzig kleine Lydia ein grosses Mädchen von 10 Jahren!

Wer hätte das je gedacht!

Der Kuchen musste von Mami selbst gemacht werden und natürlich aus Schoggi sein! ;-D

Und hier das Geburtstagkind: Kritisch wie immer!

 

20.6.2007

Lydia weilt noch bis am 22.6. im Lager von der Schule aus. Es ist ein komisches Gefühl, doch bisher habe ich noch nichts gehört, also geht es ihr bestimmt gut!

Sie ging gegen meiner Erwartung mit viel Freude und ohne grossen Stress. Ich bin ganz gespannt auf ihren Bericht! Sie hat bestimmt jede Menge zu erzählen!

07.07.2007

Auch Lydia durfte mit an die Hochzeit und wollte natürlich dementsprechend gestylt sein:

 

 

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